Schreibwettbewerb
„Migrationskoffer: Mein Leben in Offenbach – Zukunft für Offenbach!“
Das Projekt möchte MigrantInnen aus dem Stadtteil dazu einladen, ihre persönlichen
Migrationserfahrungen und ihre Erfahrungen in der Stadt Offenbach in schriftlicher und
literarischer Form zu beschreiben und in die lokale Öffentlichkeit einzubringen. Dabei sind
insbesondere die MigrantInnen im Blick, die aufgrund ihrer sozialen Situation (arbeitslos,
abhängig von staatlichen Transferleistungen) bisher weder besonders sprachfähig geworden
sind, noch jemals die Chance hatten, ihre Erlebnisse zu verschriftlichen und damit zu
veröffentlichen.
Ziele auf Seiten der MigrantInnen sind: Reflexionsprozesse über Ihre Biografie und ihr Leben
in Offenbach anzuregen, sie zum Schreiben zu motivieren, sie beim Schreiben zu fördern,
um im neuen Land gut anzukommen und sich gut integrieren zu können. MigrantInnen soll in
der lokalen Öffentlichkeit eine Stimme gegeben werden und die kulturellen Potenziale, die die
Zuwanderer mitbringen sollen sichtbar bzw. lesbar werden.

MigrantInnen sollen beteiligt werden am lokalen öffentlichen Leben. Einheimische erhalten damit die Chance, sich auf Perspektiven von MigrantInnen einzulassen und unbekannte Lebenswege und Lebenseinstellungen kennen zu lernen. Für MigrantInnen und Einheimische entsteht eine Chance, sich und die anderen besser kennen zu lernen und ein tolerantes und demokratisches Leben im Satdtteil zu fördern.
Der Schreibwettbewerb ist als Qualifizierungselement gedacht, um die sprachliche
Ausdrucksfähigkeit zu schulen und zu trainieren. Im Schreiben geschulte Menschen haben
wesentliche Vorteile, wenn sie sich auf dem Arbeitsmarkt bewerben oder eine Ausbildung
anstreben. Um möglichst authentische Berichte zu bekommen, werden die
Wettbewerbsbeiträge nach Wunsch der Teilnehmer auch in der Muttersprache akzeptiert.
Es
geht in diesem Kurs nicht um das Trainieren der deutsche Sprache, sondern um schriftliche
oder gar künstlerische Ausdrucksfähigkeit und die schriftliche Präzision gedanklicher Bilder.
Der Rahmen bildet ein Schreibwettbewerb für MigrantInnen, angeleitete Workshops als
Schreibwerkstatt und individuelle Beratung beim Schreiben,eine öffentliche Lesung im
Bücherturm der Stadtbibliothek, eine öffentliche Prämierung durch eine Jury aus
stadtbekannten Personen und die Einrichtung einer Homepage für die literarischen Beiträge.
Evtl. sollen die Beiträge in einer Broschüre zusammengestellt werden.

„Die Notwendigkeit in die Fremde zu gehen, ist dort nicht die ersehnte Heimat…“
Der Beginn eines Gedichtes von Kaya Özbek verweist auf ein breites Assoziationsfeld, das Teilnehmer und Teilnehmerinnen in den Schreibwettbewerb „Migrationskoffer“ eingebracht haben.
Eingegangen sind über 80 interessante Beiträge von Offenbacher Bürgern und Bürgerinnen mit Migrationsgeschichte im Alter von 11 bis 81 Jahren. In den Beiträgen wird eine Vielzahl von Perspektiven auf unsere Stadt sichtbar. Geschichten aus Offenbach werden erzählt. Die eigene Migrationsgeschichte wird reflektiert. Gestellt wird auch die Frage nach Heimat und Identität.
Viele der Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben zum ersten Mal an einem Schreibwettbewerb teilgenommen, aber auch Schriftstellerinnen haben sich außerhalb des Wettbewerbs beteiligt. Manche „Gastarbeiter“ der ersten Generation haben sich als „Dichter“ in ihrer Herkunftssprache zu erkennen gegeben und deutsche Übersetzungen eingereicht.
Sowohl kulturelle Potenziale in der Stadt als auch soziale Potenziale in Selbstmitteilungen zum gegenseitigen Kennen lernen finden sich in den Beiträgen.
Aus den Beiträgen wird eine Homepage und eine Broschüre erstellt.

Preise wurden in den Altersstufen 11 bis 14 Jahre, 15 bis 25 Jahre, 25 bis 59 Jahre und ab 60 Jahren vergeben. Insgesamt wurden 17 Beiträge ausgewählt und 3 Gruppenpreise vergeben.
Am 7. Mai wurden in der Stadtbibliothek die Ergebnisse des Schreibwettbewerbes vorgestellt und in einer konzentrierten, ernsten, aber auch gefühl- und humorvollen Atmosphäre ausgewählte Beiträge gelesen.

Herr Stadtrat Paul Gerhard Weiß hat die Veranstaltung gemeinsam mit der stellvertretenden Leiterin des Jugendamtes und Projektleiterin der
Die Veranstaltung fand ein positives Echo in der lokalen Presse mit ganzseitigen Artikeln und Überschriften wie zum Beispiel:“ Migrationskoffer: Der Schreibwettbewerb gibt Zuwanderern öffentlich eine Stimme“.
Veranstalter:
Jugendbildungswerk des Jugendamtes
in Kooperation mit der Stadtbibliothek
und dem Integrationsbeauftragtem des Amtes für Arbeitsförderung, Statistik und Integration
mit Unterstützung des Ausländerbeirates der Stadt Offenbach
Kontakt:
Giovanna Silvestro
Tel.: 069 821815
Mediagrafik@web.de
Träger:
Jugendbildungswerk (JBW) des Jugendamtes Offenbach
Agnes Thölking
Tel.: 069 - 8065 4332
E-mail: Agnes.Thoelking@offenbach.de
http://www.migrationskoffer.junetz.de






