Kompetenzwerkstatt
Training sozialer Kompetenzen
Zuhören können, ausreden lassen, bei einem Streit nicht zur Gewalt greifen, mit Anderen
respektvoll umgehen, sich in jeder Situation angemessen verhalten können. Soziale
Kompetenzen, die für jeden Menschen selbstverständlich sein sollten. Doch nicht nur das
Jugendamt hat beobachtet, dass manche Jugendlichen nicht mehr zu einer normalen
Kommunikation fähig sind. Diese Defizite haben für sie gravierende Folgen: Schlechte
Schulnoten und kaum Chancen auf einen Ausbildungsplatz.
Diesem Negativtrend entgegen
zu wirken, ist erklärtes Ziel dieses Projektes, das die 7. Hauptschulklassen der
Mathildenschule zur Zielgruppe hat.
Wo die Schule bei den Schulfächern täglich ihr Bestes versucht, will dieses Projekt es mit
den sozialen Mängeln der Jugendlichen aufnehmen. Ein wesentliches Ziel ist es, das
Selbstbewusstsein der Jugendlichen zu stärken. Schwächen sollen erkannt und bearbeitet
und Stärken gefördert werden. 
In einem geschützten Raum trainieren die Jugendlichen soziale und kommunikative Kompetenzen, die
im Alltag und im Arbeitsleben Anwendung finden sollen.
Mit der Videokamera werden Rollenspiele aufgenommen, um sie dann anschließend gemeinsam auszuwerten. Dieses Videofeedback ermöglicht es den Jugendlichen, ein
realistisches Bild von sich selbst zu bekommen.
Beim Telefonieren wird geübt, den richtigen Ton zu finden, um beim Gesprächspartner einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

Teamwork steht im Vordergrund des Trainings. Welche Regeln gelten in einem Team? Was
ist der Vorteil von Teamarbeit? Welche Rolle spiele ich in einem Team? Das sind nur einige
Fragen, deren Antworten gemeinsam theoretisch und praktisch erarbeitet werden.
Die Klassen kommen an verschiedenen Tagen in die "Kompetenzwerkstatt" im Kinder-,
Jugend- und Kulturzentrum Sandgasse 26. Das ist der Raum, in dem die Trainings
durchgeführt werden. Viel Zeit ist es nicht, die den Trainern bleibt: In zwei Schul-stunden pro Woche
versuchen sie, den Jugendlichen etwas über den Ernst des kommenden Lebens
beizubringen. Dass dabei der Spaß und die Freude nicht auf der Strecke bleiben, ist
erklärtes Arbeitsziel. Es darf gelacht werden, aber bitte nicht auslachen
. Auch beim
Lustigsein gibt es Unterschiede, welche beide Trainer mit den SchülerInnen ausloten. Das
Einfühlen in den Anderen spielt nicht nur hier eine übergeordnete Rolle. Grenzen einhalten,
das ist nur möglich, wenn diese Grenzen bekannt sind – und die werden in der
Kompetenzwerkstatt vermittelt.
Für die Gefühle und Wünsche der Jugendlichen selbst Verständnis zu haben, sie ernst zu nehmen und auf sie einzugehen, eben einfühlsam zu sein, macht auch die Arbeit der Trainer aus. Sie stehen den Schülern daher auch nach der Schule für persönliche Gespräche oder Beratungen zur Verfügung.


Kontakt:
Thomas Meyer-Jeran
Dietrich Brockmann
Tel.: 069 8065 3971
e-mail: kompetenzwerkstatt@jugendamt-of.de
Träger:
Verein "Innovative Projekte in der Kinder- und Jugendarbeit e.V."
(Vip.Ku.Ja.)
An der roten Warte 9
63075 Offenbach






