Training von kommunikativen und sozialen Potenzialen zur Beschäftigungsfähigkeit
Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen dem Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum (KJK) Sandgasse 26 und der Gewerblich-Technischen-Schule. Beide Einrichtungen liegen dicht beieinander in der östlichen Innenstadt von Offenbach.
Fit für das Leben
Während des ganzen Schuljahres 2003/2004 wird mit den Schülern einer Klasse im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) an ihren Selbstvermarktungskompetenzen gearbeitet.
Ergeiziges Ziel ist es die beteiligten Jugendlichen vor einem Schicksal zu bewahren, das in der heutigen Zeit viele trifft, die sich in einer ähnlichen sozialen und schulischen Situation befinden: dem der Perspektiv- und Arbeitslosigkeit.
Die Schüler lernen die wichtigsten Regeln einer gelungenen Kommunikation kennen. Ansatzpunkt des Sozialtrainings ist das Verhalten der Schüler in ihrer Klasse und die vorhandenen Konflikte untereinander, mit den Lehrern oder mit anderen Personen.
Sie lernen und trainieren, wie man Konflikte ohne verbale oder körperliche Gewalt lösen kann und auch sich gegenseitig als Menschen zu achten und Unterschiede zu tolerieren.
Fit für den Arbeitsmarkt
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Training sozialer Kompetenzen im Hinblick auf die Verhaltensanforderungen des Arbeitsmarktes.
Dabei sichtbar werdende Defizite werden z.B. in Rollenspielen und anschließender Video-Reflektion heraus- und bearbeitet.
Themen sind beispielsweise richtiges Telefonieren ( wie führe ich ein erfolgreiches Telefonat wegen eines Praktikums- oder eines Ausbildungsplatzes) oder die Simulation eines Vorstellungsgesprächs. Aber auch das Üben von Teamarbeit und Kooperation und somit das Erlernen von Teamfähigkeit - einer der wichtigsten Schlüsselqualifikationen inder Arbeitswelt - gehört dazu.
Zu den Projektzielen gehört es auch, den Jugendlichen die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu vermitteln. Sie sollen einen realistischen Blick dafür bekommen, welche fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen dort von ihnen erwartet werden.
Ausgehend davon sollen sie sich , unter Berücksichtigung eigener Fähigkeiten und Potenziale und des Arbeitsmarktangebotes, eine berufliche Perspektive erarbeiten.
Hierbei werden sie von dem Trainer, der dieses Projekt mit den Jugendlichen durchführt, unterstützt. Einzelbetreuung, Beratung und Begleitung bei der Berufsorientierung und der Ausbildungsplatzsuche können in Anspruch genommen werden.
Dieses Projekt hat sich zur Aufgabe gemacht, die jungen Männer fit zu machen für den großen Schritt in die Arbeitswelt, die bekanntlich nur schön ist, wenn man auch Arbeit hat und damit Geld verdienen kann. Fit zu machen, das heißt gemeinsam mit dem Trainer die Dinge zu üben, die in der Arbeitswelt gefragt sind und gut ankommen. Ihnen die Notwendigkeit erst einmal klar zu machen, dass "der Ton die Musik macht", ist der Anfang vom Training. Das Einstudieren richtiger angemessener Verhaltensweisen kommt danach - und alles abgestimmt auf eine erfolgreiche Bewerbung: Was sage ich am Telefon, wenn ich einen Termin ausmachen möchte? Auf welche Fragen muss ich vorbereitet sein? Was ziehe ich zum Bewerbungsgespräch an? Muss ich die Mütze abnehmen? Und: Soll ich die Hand geben? Das sind nur einige Fragen, deren Antworten einen Schritt weiter helfen auf dem Weg zu einer erfolgreichen Bewerbung.
Vier Stunden kommen die Schüler, einmal in der Woche, geteilt in je zwei Gruppen zum Training in die Räume der "Kompetenzwerkstatt" im KJK Sandgasse 26.
Es sind nur Jungen in dieser Klasse, überwiegend nichtdeutscher Herkunft, die im Altern von 16 bis 18 Jahren versuchen, ihr Leben in den Griff zu bekommen und das Ruder in die eigene Hand zu nehmen und herumgzureißen. Nur wenn das gelingt, können sie sich selbst auf einen neuen besseren Kurs Richtung Ausbildung und Arbeit, und letztendlich in Richtung bessere Zukunft bringen.






